Unterrichtsprozess

Der Unterrichtsprozess wird gemäß dem offiziell genehmigten Lehrplan in den allgemeinbildenden Mittelschulen organisiert, mit denen die Stiftung einen Vertrag abschließt. Der Lehrplan wurde von Fachmethodikern für frühes Fremdsprachenlernen erstellt und im Jahr 2000 vom Bildungsministerium genehmigt. Er entspricht den Kriterien der EU für frühes Fremdsprachenlernen.

Durch die kontinuierliche Weiterbildung der Lehrkräfte – durch ihre Teilnahme an Seminaren, Qualifizierungskursen und Symposien im In- und Ausland – wird das Programm fortlaufend verbessert und ermöglicht die Anwendung aller neuen Ansätze im Bildungsbereich.

Das Schuljahr beginnt am 15. September und endet am 15. Juni für alle Kinder, die nach dem Programm der „Friedrich Schiller“ Stiftung unterrichtet werden.

Der Unterricht findet auf dem Gelände der Partnerschulen statt, mit denen die Stiftung „Friedrich Schiller“ vertraglich verbunden ist. Der Lehrplan der Stiftung wird dabei möglichst effektiv mit dem der jeweiligen Partnerschule abgestimmt, um die festgelegten Bildungsziele zu erreichen.

Der Stundenplan wird auf der Grundlage des Gesamtbildungsprogramms und des Arbeitsplans der „Friedrich Schiller“ Stiftung sowie des genehmigten Budgets für den jeweiligen Berichtszeitraum erstellt und vom Vorstand der Stiftung beschlossen.

Die Schüler/innen, die an der von der Stiftung organisierten Unterrichtsstunden teilnehmen, sind gleichzeitig Schüler/innen der jeweiligen Partnerschulen und unterliegen sowohl den Regeln und Vorschriften der jeweiligen Partnerschulen als auch den Bestimmungen der Satzung der „Friedrich Schiller“ Stiftung.

Die Lehrkräfte, die mit dem Unterricht nach dem Lehrplan der Stiftung beauftragt sind, stehen in einem Arbeitsverhältnis zur Stiftung und unterliegen sowohl den Regelungen der jeweiligen Partnerschulen als auch den Vorgaben der Stiftungssatzung.

Die Bedingung für eine Fortsetzung der Ausbildung nach der Vorbereitungsgruppe ist das Erreichen einer Mindestjahresnote von Gut (4) in Deutsch, das erfolgreiche Bestehen eines Tests zur Schulbereitschaft und eine Gesamtbewertung des Verhaltens bei disziplinarischen Maßnahmen.

Die Bedingung für eine Fortsetzung der Ausbildung in jedem höheren Kurs nach der 1. Klasse ist eine Mindestjahresnote von Gut (4) in Deutsch. Jede niedrigere Note schließt den Schüler vom Deutschunterricht aus.

Bei einer Jahresnote in Deutsch, die niedriger als Gut (4) ist, haben Schüler nach Abschluss der 1. Klasse das Recht, zu Beginn des nächsten Schuljahres an Nachprüfungen teilzunehmen, und zwar im Zeitraum vom 1. bis 14. September. Das Ergebnis der Prüfung darf nicht niedriger als Gut (4) sein.

In unserem Deutschunterricht streben wir danach:

✓ Bedingungen für Teamarbeit, Synchronisierung des Lernens in allen Klassen und Gruppen zu schaffen;

✓ Eine homogene Sprachgruppe von Kindern aus derselben Klasse und Schule auf der Grundlage des allgemeinen Schulprogramms zu bilden;

✓ Ein Gefühl der Zugehörigkeit zur Familie der “Friedrich Schiller” Stiftung zu vermitteln;

✓ Streben nach einem individuellen Ansatz für jeden Schüler/ jede Schülerin;

✓ Aufbauendes Lernen von der Vorbereitungsgruppe bis zur 7. Klasse;

✓ Kontinuität und reibungsloser Übergang zwischen Klassen und Sprachniveaus;

✓ Erwerb von Fähigkeiten zum Lesen und Verstehen, Schreiben, Führen von Gesprächen zu alltäglichen Themen und Erweiterung des Wortschatzes;

✓ Erfolgreiche Absolvierung der A1-, A2- und B1-Prüfungen gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen.

Unterricht und Ziele in der Vorschulgruppe

Der Deutschunterricht in der Vorbereitungsgruppe findet fünfmal pro Woche mit jeweils zwei Unterrichtsstunden statt. Die Aktivitäten sind vollständig auf die mündlichen Fähigkeiten ausgerichtet, wobei neues Wissen durch assoziatives Wahrnehmen und Wiederholung in verschiedenen Situationen erlernt wird. Die Informationen werden spielerisch vermittelt, in Kombination mit ausgewähltem Bildmaterial.

Es werden eine Vielzahl von thematischen Gedichten und Liedern gelernt. Die wöchentlichen Aktivitäten beinhalten auch eine Stunde deutsche Musik mit einem Musikpädagogen auf Deutsch.

Die Stunden enthalten verschiedene Arbeitsmaterialien wie thematische Ausmalbilder und Bastelvorlagen.

Die Eltern erhalten Informationen über den Fortschritt ihres Kindes durch ein Notizbuch, in dem die Lehrkraft ein Lobzeichen (Sticker, Stempel) oder eine Nachricht über eventuelle Wissenslücken in den einzelnen Themen hinterlässt.

Die Kinder lernen deutsche Feiertage und Traditionen kennen. Es werden Feste organisiert, bei denen die Kinder das Gelernte ihren Eltern präsentieren.

Unterricht und Ziele in den Klassen 1 bis 4

Der Deutschunterricht in den Klassen 1 bis 4 findet fünfmal pro Woche mit jeweils zwei Unterrichtsstunden statt. Er beginnt in der ersten Klasse mit dem Schriftspracherwerb, wobei das Ziel ist, am Ende der vierten Klasse das Niveau A1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) zu erreichen.

Im Unterrichtsprozess verwenden wir eine Vielzahl an eigens entwickelten sowie an das Programm der Stiftung angepassten Materialien. Unser Ziel ist es, den Einstieg in die Sprache durch den Einsatz vielfältiger Methoden zu gestalten – darunter Visualisierungen, das Hören von adaptierter Sprache, Lesen von Texten, spielerische Situationen, Projektarbeit und interaktive Unterrichtseinheiten.

Besonderen Wert legen wir auf das Lernen durch Erleben sowie auf den Einsatz aller Sinne im Lernprozess. Uns ist es wichtig, die Kinder nicht nur mit den deutschen Festen und Traditionen vertraut zu machen, sondern sie aktiv daran teilhaben zu lassen.

Die Rückmeldung über den Lernfortschritt der Kinder erfolgt über ein elektronisches Zeugnis sowie durch die Möglichkeit monatlicher Elterngespräche mit der Deutschlehrkraft.

Unterricht und Ziele in den Klassen 5 bis 7

Der Deutschunterricht in der Sekundarstufe I findet zweimal pro Woche mit jeweils vier Unterrichtsstunden statt.

In der 5. Klasse werden zusätzliche, fakultative Deutschstunden außerhalb des regulären Lehrplans angeboten. In diesen Stunden haben die Schüler die Möglichkeit, didaktisierte Filme und Videos anzusehen und entsprechende Aufgaben dazu zu bearbeiten. Diese vier Unterrichtsstunden finden alle zwei Wochen freitags statt.

In der 6. Klasse ist eine Prüfung zur Erreichung des Niveaus A2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) vorgesehen.

In der 7. Klasse wird der Unterricht an die schulische Belastung der Schüler/ innen angepasst, da sie sich auf die zentralen Abschlussprüfungen vorbereiten. Die Schüler legen außerdem eine Prüfung zum Nachweis des Niveaus B1 gemäß GER ab.

Traditionell vergibt die Stiftung ein Stipendium an die besten Absolventen der B1-Prüfung – benannt nach der Gründerin Elena Michri. Besonders erfolgreiche Schüler erhalten Urkunden, alle anderen werden mit Büchern ausgezeichnet.

In dieser Ausbildungsphase liegt unser Fokus darauf, die Kinder zur Selbstständigkeit und Eigeninitiative zu erziehen, Lesestrategien zu entwickeln und die Fähigkeit zu fördern, Texte zu reflektieren. Wichtig ist uns außerdem, die Kreativität jedes Kindes zu fördern und ihm das Selbstvertrauen zu geben, thematische Präsentationen problemlos zu erstellen und sie vor einer Gruppe vorzutragen.

Unabhängig davon, wo unsere Schüler ihre Ausbildung fortsetzen, zeichnen sie sich durch einen sicheren Umgang mit der deutschen Sprache und durch gefestigte Kompetenzen im Fremdsprachenerwerb aus.

Online-Unterricht

Nach der 4. Klasse bietet die „Friedrich Schiller“ Stiftung auch Online-Unterricht an – hauptsächlich für Schülerinnen und Schüler, die unsere Partnerschulen verlassen haben.

Was der Online-Unterricht bietet:

✓ Erhalt des Stundenumfangs, identischer Lehrplan, Durchführung von Tests und Hausaufgaben
✓ Anpassung an Schulschichten (Vormittags-/Nachmittagsunterricht) und flexible Uhrzeiten je nach Schulhalbjahr
✓ Didaktik, die speziell für die Online-Umgebung geeignet ist (interaktive Aufgaben, vielfältige Materialien, Projekte, Videos, Musik, Filme usw.)
✓ Vorbereitung auf die Sprachniveaus A2 und B1, mit der Möglichkeit zur Teilnahme an einer Zertifikatsprüfung